Sprint Retrospective

Sprint Retrospective als Abschluss eines Sprints zur kontinuierlichen Optimierung des Prozesses, der Arbeitsweise und der Arbeitsergebnisse.

In diesem Meeting wird alles unter die Lupe genommen: die Arbeitsabläufe im Team, die Berühungspunkte mit der restlichen Organisation, die erzielten Sprint-Ergebnisse (Done Increment) uvm.

Die Moderation wird der Scrum Master übernehmen und für eine abwechslungsreiche Durchführung der Sprint Retrospektive sorgen. Als Ergebnis könnte dabei herauskommen, dass neue User Stories erstellt werden, die mit in das Product Backlog aufgenommen werden.

Die Ereignisse: Sprint | Sprint Planning | Daily Scrum | Sprint Review | Sprint Retrospective

Sprint Review

Im Sprint Review werden die Done Increments dem Kunden bzw. den Stakeholdern vorgestellt. Wenn möglich, hat der Product Owner das Ergebnis bereits zuvor gesehen und eine Abnahme durchgeführt. Dazu gehört auch die Prüfung der Akzeptanzkriterien sowie das Einhalten der Definition of Done.

Das Sprint Review findet am Ende eines Sprints statt. Wurden User Stories nicht komplett umgesetzt, werden sie mit in den neuen Sprint übernommen. Ausnahme: der Product Owner stuft die Priorität als nicht so wichtig ein und akzeptiert, dass eine User Story wieder in das Product Backlog zurück kommt.

Die Ereignisse: Sprint | Sprint Planning | Daily Scrum | Sprint Review | Sprint Retrospective

Daily Scrum

Alle Teammitglieder treffen sich zu einem Lagerfeuer-Meeting

Im Daily Scrum trifft sich das Scrum Development Team und führt die Planung des nächsten Tages durch.

Es dient zum schnellen Austausch und der weiteren Planung im aktuell laufenden Sprint.

Das Meeting besteht aus den drei Fragen:

  • Was habe ich gestern gemacht?
  • Was werde ich heute machen?
  • Was hält mich davon ab, meine Tagesziele zu erreichen?

Jedes Teammitglied beantwortet die drei Fragen gegenüber den anderen Scrum Developern. Das Daily Scrum ist ein Planungsmeeting vom Scrum Development Team für das Scrum Development Team.

Das Meeting sollte eine Dauer von 15 Minuten nicht überschreiten.

Die Ereignisse: Sprint | Sprint Planning | Daily Scrum | Sprint Review | Sprint Retrospective

Sprint Planning

Das Sprint Planning Meeting beinhaltet das das WAS
und das das WIE.

Das WAS: im ersten Teil des Sprint Plannings wird geklärt, was genau umgesetzt werden soll im kommenden Sprint. Der Product Owner stellt dabei seinen Sprint-Wunsch vor und das Scrum Development Team gibt eine erste Verpflichtung zur Umsetzung des angenommen Wunsches ab.

Das WIE: im zweiten Abschnitt plant das Scrum Development Team die Aufgaben genauer und es erfolgt eine Untersuchung der genauen Umsetzung – also wie die einzelnen User Stories umgesetzt werden können.

Am Ende der beiden Abschnitte steht eine feste Verpflichtung. Diese wird vom Scrum Development Team gegenüber dem Product Owner abgegeben. Die am Ende des Sprint Plannings in das Sprint Backlog aufgenommenen User Stories werden bis Ende es Sprints umgesetzt.

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Meetings im Scrum-Prozess

Meetings im Scrum-Prozess

Estimation

In regelmäßigen Abständen findet ein sog. Estimation Meeting statt, um neue Stories zu schätzen oder bereits geschätzte Stories nochmals zu schätzen. Das Ziel, diese Schätzungen in einem regelmäßig stattfindenden Meeting durchzuführen, liegt darin, dass das Team während des Sprints so nicht in seiner Arbeit unterbrochen wird.
Das Estimation Meeting dient dem Product Owner einzuordnen, wie komplex eine Aufgabe ist und er erhält Rückmeldung darüber, ob noch weitere Informationen von ihm oder dem Kunden benötigt werden, um eine Story zu schätzen bzw. im nächsten Sprint anzugehen. Der Product Owner überträgt die Schätzungen in die Stories in dessen Produkt-Backlog und lässt Schätzungen ggf. bei der Priorisierung mit einfließen.

  • Üblicherweise wird ein Estimation Meeting pro Sprint durchgeführt
  • Die Moderation übernimmt der Product Owner
  • Alle Team-Mitglieder schätzen die Stories
  • Eine Meeting-Dauer von 30 bis maximal 90 Minuten sollte angestrebt werden

Sprint Planning 1

In diesem Meeting stellt der Product Owner eine Reihe von Stories aus seinem Produkt-Backlog vor, die er im nächsten Sprint umgesetzt haben möchte. Im Dialog mit dem Team werden die Möglichkeiten zur Umsetzung der Stories erörtert, fehlende Angaben ergänzt und das Team übernimmt Stories in das Sprint-Commitment. Der Scrum Master moderiert das Meeting und hilft somit dem Product Owner, dessen Stories zu präsentieren und dem Team, den Inhalt des nächsten Sprints zu definieren.

Das Sprint Planning 1 stellt die Weichen für das Sprint-Commitment, also der Verpflichtung von Product Owner und Team, das gemeinsame Ziel des nächsten Sprints zu erreichen.

Sprint Planning 2

Die im Sprint Planning 1 durch das Team aufgenommene Stories, werden im Sprint Planning 2 im Detail durchgesprochen und Aufgaben generiert. In diesem Meeting, in dem nur das Team und der Srum Master teilnehmen, wird das endgültige Commitment, also die Auswahl an Stories, die das Team im nächsten Sprint umsetzen möchte, aufgestellt. Sowohl das Sprint Planning 1, als auch das Sprint Planning 2 finden direkt am Start eines neuen Sprints statt.

Am Ende des Meetings erstellt das Team zusammen mit dem Scrum Master eine Liste aller Sprint-Aufgaben und überreicht sie dem Product Owner.

Sprint Review

Im Sprint Review stellt das Team die Ergebnisse des Sprints vor und es erfolgt eine Abnahme durch den Product Owner. Im Optimalfall sind in diesen Meetings auch die Kunden anwesend, um neue Funktionalitäten direkt präsentiert zu bekommen. Mit Hilfe dieses Meetings wird überprüft, ob das gemeinsame Sprint-Ziel erreicht werden konnte. Dabei erfolgt keine schlichte Präsentation des Standes, sondern die Funktionalität wird in der Software vorgeführt.
Neben dem Team, Scrum Master und Product Owner, können auch Gäste und Interessiert an diesem Meeting teilnehmen und sich über den aktuellen Stand informieren.
Üblicherweise findet das Sprint Review am Ende eines Sprints statt und sollte maximal 90 Minuten dauern.

Sprint Retrospective

In diesem Meeting wird der Verlauf des letzten Sprints diskutiert. Ergebnisse werden besprochen, Punkte, die es in Zukunft zu verbessern gilt, evaluiert und ein Aktionsplan entworfen. Oftmals ist es der Scrum Master, der mit neuen umzusetzenden Aufgaben aus diesem Meeting herausgeht. Aber auch das Team generiert sich im Rahmen dieses Meetings Aufgaben, die zumeist parallel zum täglichen Geschäft durchgeführt werden. Insbesondere im Hinblick auf Verbesserungen in den Team-internen Arbeitsabläufen, Kommunikation mit dem Product Owner, dem Einhalten der Team-Regeln usw.

Scrum-of-Scrum

Bestehen in einer Organisation mehrere Teams, kann der Austausch zwischen diesen Teams mittels dieses Meetings stattfinden. Dabei treffen sich Vertreter der jeweiligen Teams einmal pro Tag und berichten über aktuelle Hindernisse und den Fortschritt des Sprint Backlogs. Besonders Sinnvoll ist diese Art von Austausch, wenn es viele Abhängigkeiten zwischen den Teams gibt und eine häufige Synchronisation notwendig ist.

Daily Scrum

Dieses Meeting findet täglich außer am ersten Tag des Sprints statt. Das Meeting ist vom Team für das Team. Die einzelnen Team-Mitglieder berichten dabei abwechselnd in wenigen Sätzen vom bisherigen Fortschritt, was als nächstes gemacht wird und über etwaige Hindernisse. Das Meeting besteht also aus:

  • Was habe ich gestern gemacht?
  • Was mache ich heute?
  • Was hindert mich daran, die gesteckten Ziele zu erreichen?

Aufkommende Hindernisse werden vom Scrum Master aufgenommen und in das Impediment Backlog eintragen.
Normalerweise findet dieses tägliche Meeting früh morgens und in der Nähe der Aufgabentafel (auch Taskboard genannt) statt. Es handelt es sich um ein time-boxed Meeting, das maximal 15 Minuten dauern sollte und soll dem Team dabei helfen, die Arbeit zu planen und sich selbst zu organisieren.

Typischerweise bestehen die Regeln des Meetings aus:

  • Das Meeting wird vom gesamten Team durchgeführt
  • Die Dauer beträgt maximal 15 Minuten
  • Es findet jeden Tag zur gleichen Zeit und am gleichen Ort statt
  • Zuschauer sind erlaubt, dürfen sich aber nicht aktiv am Meeting beteiligen
  • Das Meeting dient zum Aufdecken von Problemen, aber nicht zur Lösungsfindung
  • Ein Team-Mitglied oder der Scrum Master moderieren das Meeting