Rollen in Scrum

Der Begriff Scrum

Der Begriff Scrum hat seinen Ursprung in der Sportart Rugby und heißt aus dem Englischen übersetzt Gedränge. Das angeordnete Gedränge ist dabei die Standardsituation, das Spiel nach Unterbrechungen fortzusetzen. Im Rugby geht es sehr rau zu, allerdings werden die Rugby-Regeln dabei stets verfolgt. Ähnlich verhält es sich zu Scrum: es gibt nicht viele Regeln im Scrum-Alltag, doch diese werden eingehalten und machen Scrum aus.

Rollen

Im Kern besteht Scrum aus den Rollen des Scrum-Teams, des Scrum Masters und des Product Owners. Darüber hinaus gibt es Kunden und das Management. Im Folgenden werden die einzelnen Rollen und deren Aufgaben erläutert.

Scrum-Team

Das Scrum-Team besteht u.a. aus Entwicklern, Testern, Analysten und Grafikern. Die einzelnen Rollen im Scrum-Team arbeiten eng zusammen und interagieren miteinander regelmäßig. Das Scrum-Team ist selbstorganisiert, verfügt über ausreichende Berechtigungen und Vollmachten, ist im Optimalfall nicht räumlich voneinander getrennt und trägt die Verantwortung für die Qualität der Resultate. Idealerweise besteht ein Scrum-Team aus 5 bis 9 Mitgliedern.

Scrum Master

Der Scrum Master ist das Bindeglied zwischen dem Scrum-Team und dem Management. Es ist die Aufgabe des Scrum Masters das Scrum-Team zu begleiten und zu unterstützen, auf die Einhaltung der Regeln zu achten, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Meetings zu moderieren und für Transparenz zu sorgen. Ferner ist der Scrum Master dafür verantwortlich, Team-Mitglieder zu schulen, damit diese ihre Rollen optimal einnehmen können, den Scrum-Prozess zu optimieren und in der Organisation zu etablieren.

Product Owner

Der Product Owner ist für die Übersetzung der Visionen in Aufgaben zuständig. Er hat direkten Kontakt mit den Kunden und erarbeitet, mit Unterstützung des Scrum Masters, ein Produkt-Backlog. Aufgaben werden durch den Product Owner ausgearbeitet, Anforderungen formuliert und Abnahmekriterien aufgestellt. Ferner erfolgt eine Priorisierung durch den Product Owner und die Abnahmen der erledigten Aufgaben am Sprint-Ende.

Kunden

Beim Kunden kann es sich entweder um externe Endkunden, aber auch um interne Kunden, z.B. einem anderen Scrum-Team oder Abteilung, handeln. Ein Kunde erarbeitet mit dem Product Owner zusammen eine Vision und beauftragt sie. In einem gut funktionierenden Umfeld, ist der Kunde stets im Fortschritt des Projektes involviert und bekommt in regelmäßigen Abständen Zwischenstände präsentiert und nimmt diese ab.

Management

Eine wesentliche Rolle nimmt das Management im Scrum-Prozess ein. Da das Scrum-Team viel Verantwortung und Selbstorganisation übertragen bekommt, liegt es am Management zu gewährleisten, dass beides auch durch das Scrum-Team angewandt werden kann und gewährt die notwendigen Freiräume. Das Management stellt Ressourcen bereit und erhält über den Scrum Master und den Product Owner Einblick in den aktuellen Fortschritt. Oftmals ist es das Management, welches Hindernisse, die durch den Scrum Master aufgedeckt oder an den Scrum Master herangetragen wurden, beseitigt.